Mittelständler aus Bonn/Rhein-Sieg diskutieren die Relevanz von Kultur für Unternehmen. Das Ergebnis: Wirtschaft braucht Kultur!
Außergewöhnliche Wege gingen die Initiatoren von BonnSoir – Das Mittelstandsnetzwerk Bonn/Rhein-Sieg bei ihrer Veranstaltung am Abend des 22. November in der Godesberger Stadthalle. Im Rahmen einer speziell für diesen Abend gestalteten, interaktiven Ausstellung und des anschließenden Get together am Buffet wurde die Frage „Wie viel Kultur braucht der Mittelstand, wie viel unsere Region?“ thematisiert und diskutiert.
Zunächst wurden die Gäste in einem „Schwarzraum“ mit Bildern bekannter Bonner Kulturevents, Spielstätten und Wahrzeichen konfrontiert, auf denen die entscheidenden Elemente wegretuschiert waren. Unweigerlich bekamen die Besucher einen Eindruck, wie Bonn ohne Beethovendenkmal, Godesberg ohne die Godesburg, Schwimmbäder ohne Wasser oder auch ein Karnevalswagen ohne Karnevalsprinz – also Bonn ohne Kultur aussehen würde. „Wir wollten damit visualisieren, wie relevant nach unserer Auffassung Kultur für die Region, in der wir leben und arbeiten, ist,“ erläutert Stephan Schwan, Vorsitzender des Vereins BonnSoir und Geschäftsführer der PROJEKTSERVICE Schwan GmbH aus Meckenheim die Intention der Veranstalter.
Im Anschluss an die Bilderausstellung gaben Protagonisten der Bonner Kulturszene ihre Statements zum Thema ab. Auf einer großen Videoleinwand waren Impulse von Reiner Pause, Marianne Pitzen, Sigrid Limprecht, Holger Jan Schmidt und Jürgen Harder zu sehen. Interaktiven Elementen wie große, mit Statements zu beschriftende Würfel oder eine Abstimmung mit BonnSoir-Kulturtalern gaben den Gästen die Gelegenheit, ihre Meinung zum Thema zu äußern. Mit 96 gespendeten Talern landeten die Kulturstätten auf dem ersten Platz, gefolgt von Brauchtum und Sport. Abgerundet wurde die Ausstellung von „Live-Kultur“. Der Maler Alois Hanslian gestalte ein Ölbild mit seinen Eindrücken des Abends, die Bonnerin Anika Auweiler war mit Gitarre und Gesang zu Gast.
Die Veranstalter des Abends zeigten sich sehr zufrieden: „Wir wollten an diesem Abend bewusst keine Stellung zu einzelnen Projekten beziehen, sondern Denkanstöße geben. Die lebendige Diskussion beim anschließenden Buffet haben uns gezeigt, dass unser Konzept aufgegangen ist“, fasst Andreas Domschke, 2. Vorsitzender des Vereins und Geschäftsführer der Creditreform Bonn das durchweg zufriedene Resümee von BonnSoir zusammen.
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