Mittelstand und Soziale Netzwerke - Mehr als eine virtuelle Visitenkarte
Die Konsequenzen durch die rasanten Entwicklungen des Web 2.0 für mittelständische Unternehmen waren das Thema des BonnSoir Netzwerkabends „Mittelstand 2.0“ am 24. Mai 2011.
180 Führungskräfte aus der Region Bonn/Rhein-Sieg waren der Einladung von BonnSoir in den Sirius Business Park Bonn-Dransdorf gefolgt, um mit drei ausgewiesenen Fachleuten und dem Moderator des Abends, dem Kölner Journalisten Dr. Frank Überall, über die Chancen und Risiken Sozialer Netzwerke für den Mittelstand zu diskutieren.
Patrick Bernau, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und selbst aktiv bei Facebook und Twitter, gab zahlreiche Praxistipps und berichtete von erfolgreichen, aber auch erfolglosen Versuchen, sich im Web 2.0 zu positionieren. Seine Empfehlung an die anwesenden Unternehmer: „Twitter, Facebook & Co. sind auch für Mittelständler eine Chance. Unternehmer können hier Kunden und Mitarbeiter gewinnen und auf neue Ideen kommen, wenn sie durchdacht handeln und einen langen Atem haben.“
Unterstützt wurde diese Einschätzung durch die erfahrene Personalberaterin Sybilla Groß der seltenfaellt GmbH aus Osnabrück: „Social Network ist in Zukunft vom Mittelstand so wenig wegzudenken wie heute das Internet. Wer die Weichen jetzt nicht richtig stellt oder den Lauf der Zeit ignoriert, wird im schlechtesten Fall wirtschaftlichen Schaden davon tragen.“
Dr. Carsten Ulbricht, als Rechtsanwalt spezialisiert auf die Bereiche Internetrecht und Web 2.0, führte den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern neben den Chancen Sozialer Netzwerke vor allem die Grenzen und Fallstricke der aktuellen Rechtssprechung vor Augen: „Vielen Mitarbeitern und Unternehmen fehlt die notwendige Medienkompetenz für die Sozialen Medien und das Bewusstsein für rechtliche Grenzen. Mit entsprechenden Richtlinien und Schulungen überwiegen die neuen Möglichkeiten der Sozialen Medien auch etwaige Risiken. Verbote jedenfalls sind keine Lösung“, so Ulbricht.
Andreas Domschke, ehrenamtlicher Vorstand von BonnSoir und Geschäftsführer der Creditreform Bonn Domschke KG, zog am Ende der Veranstaltung ein positives Resümee: „Die vielen Fragen und die engagierte Diskussion zwischen Podiumsgästen und Publikum haben uns gezeigt, dass wir mit unserer Veranstaltung Unternehmern der Region wieder Impulse zur erfolgreichen Unternehmensführung geben konnten.“
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